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Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und sonstigen kulturellen Einrichtungen veranstaltet.

Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Fast 700.000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr.

Mitmachen können alle 6. Schulklassen. Wer gerne liest und Spaß an Büchern hat, ist eingeladen sein Lieblingsbuch vorzustellen und eine kurze Passage daraus vorzulesen.


Vorlesewettbewerb 2010/11

Julius Wissemann ist Marburgs bester Vorleser

Spannende Geschichten und lustige Erzählungen haben die sechs Schulsieger beim Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs vorgetragen. Julius Wissemann hat sich am Ende durchgesetzt.


Marburg. Vor einem kleinen Publikum haben die sechs aufgeregten Schüler aus ihren Büchern vorgelesen. Eltern, Geschwister und Mitschüler waren dabei und haben sich von den jungen Vorlesern in ihre Geschichten mitnehmen lassen.

Die Schulsieger der Marburger Schulen durften ihr Lieblingsbuch auswählen und waren zuerst vor die Aufgabe gestellt, über ihr Buch zu erzählen.
Alle sechs Vorleser wählten völlig unterschiedliche Bücher aus und trugen die Geschichten auf unterschiedliche Weise vor. Für die Richtsbergschule hat Melissa Fischer am Stadtentscheid teilgenommen und aus „Die Kinder des Dschinn“ von Philipp Kerr vorgelesen. Mit „Sternenschweif“ von Linda Chapman hat Luisa Ludwig von der Elisabethschule das Publikum unterhalten. Zoe Parsons von der Martin-Luther-Schule entführte in den „Drachenreiter“ von Cornelia Funke. Claudia Plachetka von der Theodor-Heuss-Schule las aus den „Vorstadtkrokodilen“ von Max von der Grün. „Die wilden Hühner“ von Cornelia Funke war das Lieblingsbuch, dass Vanessa Sygdat von der Friedrich-Ebert-Schule vorstellte. Julius Wissemann vom Gymnasium Philippinum spannte das Publikum mit „Arthur und die vergessenen Bücher“ von Gerd Ruebenstrunk auf die Folter.

Die Jury, die aus Mitarbeitern der städtischen Jugendförderung, der Waggonhalle, der Stadtbücherei und einer Buchhandlung und der Vorjahressiegerin Ronja Ahlbrecht zusammengesetzt war, hörte den Geschichten aufmerksam zu und machte viele Notizen.Foto: Patricia Kutsch, OP
Wie Jugendbildungsreferentin Ulrike Munz-Weege den Schülern noch einmal erläuterte, achtet die Jury vor allem auf die Lesetechnik und die Atmosphäre, die beim Vorlesen erzeugt wird. „Ihr müsst uns in das Buch reinbringen. Wenn ihr euch versprecht spielt das für uns keine Rolle – die Atmosphäre aus dem Buch ist viel wichtiger.“
In der zweiten Runde war es für die sechs jungen Leser schon schwieriger: Sie mussten Textstellen aus fremden Büchern lesen und dabei vor allem ihr Textverständnis unter Beweis stellen.
Am Ende der beiden Vorleserunden beriet sich die Jury lange. wie Antje Tietz von der Buchhandlung „Lesezeichen“ berichtet, sei die Entscheidung nicht leicht gefallen. Als Stadtsieger wird Julius Wissemann die Marburger Schulen beim Bezirksentscheid vertreten. Der Entscheid findet in diesem Jahr am 30. März in Marburg statt.

von Patricia Kutsch (OP)

Vorlesewettbewerb 2006/07
Schulsieger im Vorlesewettbewerb ermittelt

Lange beraten musste die Jury im Vorlesewettbewerb im Dezember. Dann erst stand der Gewinner im Schulentscheid der Jahrgangsstufe 6 fest.

Raphael JacobsMit viel Einfühlungsvermögen, kreativem Stimmeinsatz und sicherer Lesefertigkeit wetteiferten die zehn Klassensieger um die Gunst der Juroren und anwesenden Klassenkameraden. Für die Dauer von wenigen Minuten hatten sie die Chance, die Zuhörerschaft in die Welt ihrer Lieblingsbücher zu entführen. Dabei betraten aktuelle Helden wie Cornelia Funkes "Herr der Diebe" ebenso die Phantasiebühne wie der ewig junge Robin Hood.

Besonders gut gelang dieses Kunststück schließlich Raphael Jacobs (6) und Christoph Schwarze (6b) mit ihren mitreißenden Episoden aus dem Sherwood Forest und "Krabat" von Otfried Preußler.

Erst nach einem Stechen war entschieden, dass Raphael das Philippinum beim nun folgenden Stadtentscheid vertreten darf, während der gewonnene Buchpreis für Christoph mehr als ein Trostpflaster sein dürfte.

E. Dähnert




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